Unterstützung Lkr. Aschaffenburg beim Betrieb Sammelraum


Pressemeldung Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg

Hessisches Hilfeleistungskontigent rückt nach Griechenland aus - Einsatz zeugt von gelebter europäischer Solidarität

Zur Bekämpfung der schweren Waldbrände in Griechenland haben sich in Hösbach 168 hessische Einsatzkräfte mit 35 Fahrzeugen gesammelt, um von dort nach Athen und in die griechische Region Attica aufzubrechen. Nachdem Griechenland ein Hilfeleistungsersuchen im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens am Wochenende gestellt hatte, wurde die sofortige Hilfsaktion am Samstag seitens des Hessischen Innenministeriums angeordnet. Die Einsatzkräfte werden voraussichtlich am Donnerstag, den 12. August, ihren Einsatzort erreichen.

Das Hilfeleistungskontingent des Katastrophenschutzes aus Hessen sammelte sich am 09.08.21 in Hösbach. Im Sammelraum wurden die Helfer verpflegt und anschließend die Fahrzeuge zu einem Marschverband formiert. Seitens der Inspektionsführung begrüßte Kreisbrandinspektor Frank Wissel die überörtlichen Einsatzkräfte. Darüber hinaus verabschiedete Staatssekretär Dr. Stefan Heck die Katastrophenschützer. „Dass Sie zum Schutze anderer bereit sind, in der von Waldbrand akut bedrohten griechischen Region Hilfe zu leisten, ist eine große Herausforderung. Es zeugt von gelebter europäischer Solidarität und großem Verantwortungsbewusstsein, Menschen in ihrer akuten Not zu helfen. Sie als hochspezialisierte Kräfte sind hierbei ein Aushängeschild Deutschlands in der Krisenregion und stärken durch Ihre Bereitschaft das internationale Ansehen unseres Landes in der Welt. Ich danke Ihnen für Ihre Einsatzbereitschaft und wünsche Ihnen allen viel Erfolg bei ihrer wichtigen Mission sowie insbesondere eine wohlbehaltene Rückkehr nach Hessen“, so Staatssekretär Dr. Stefan Heck. Im Beisein von Landrat Dr. Alexander Legler und Hösbachs Bürgermeister Michael Baumann traten die Einsatzkräfte anschließend mit ihren Einsatzfahrzeugen den Weg in den internationalen Hilfeleistungseinsatz in Griechenland an.

Spezialgerätschaften für Waldbrandbekämpfung und Selbstversorgung

Aktuell plant das Land Hessen mit einer Einsatzdauer der hessischen Kräfte von rund zwei Wochen. Das Land Hessen wird in Amtshilfe für den Bund tätig. Die Kosten des Einsatzes trägt der Bund; die Transportkosten werden von der Europäischen Union übernommen. Neben den 168 hessischen Einsatzkräften werden aus Deutschland auch 50 Katastrophenschützer aus Bonn sowie Kräfte des Technischen Hilfswerks nach Griechenland entsendet.

Die hessischen Einsatzkräfte verfügen für diesen Einsatz unter anderem über zehn geländegängige Tanklöschfahrzeuge (5x TLF 16/24, 2x LF 10 KatS, 1x TLF 3000, 1x TLF 20/40, 1x TLF 20/24) die besonders für die Waldbrandbekämpfung geeignet sind. Darüber hinaus sorgen eigene Kräfte für Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung der Einsatzkräfte. Das Technische Hilfswerk (THW) stellt mit seiner „Fachgruppe Logistik/Materialerhaltung“ die technische Einsatzfähigkeit der mitgeführten Fahrzeuge sicher.

Für die Organisation des Sammelraums (Verpflegung, Lotsen- und Verkehrssicherungsdienst, Meldekopf) in Hösbach waren rund 40 Feuerwehrkräfte aus der Stadt und dem Landkreis Aschaffenburg im Einsatz. 


[Bilder: lk, ns]


Einsatzart Technische Hilfeleistung
Alarmierung
Einsatzstart 9. August 2021 07:27
Mannschaftstärke 5
Einsatzdauer 09:36
Fahrzeuge Versorgungs-LKW